Aktuell im Fokus: Der Bitcoin

Im Blickpunkt der Öffentlichkeit befindet sich derzeit die Internet-Währung Bitcoin. Sie zog die Aufmerksamkeit der Anleger und auch der Medien auf sich, als sie im letzten Jahr von einem Hoch zum nächsten stürmte. Mit dem neuen All-Time-High von 17.270 Dollar weist die digitale Währung ein Plus von mehr als 1.700 Prozent auf. Doch das Thema Bitcoin spaltet die Finanzwelt aufgrund mangelnder Regelwerke und der Angst vor intransparenten Transaktionen. Sehen wir uns an, was sich hinter diesem Phänomen verbirgt.

Bit und Coin

Der Name Bitcoin setzt sich aus dem Wort „Bit“, der kleinsten Maßeinheit für Daten, und „Coin“, englisch „Münze“, zusammen. Damit wird schon angedeutet, dass es sich um eine digitale Geldeinheit bzw. ein digitales Zahlungssystem handelt. Bitcoins werden nicht von einer Zentralbank ausgegeben, sondern entstehen virtuell. Während beispielsweise der Euro gedruckt wird, entsteht ein Bitcoin, vereinfacht gesagt, durch die Lösung einer komplizierten Rechenaufgabe. Diese erfordert enorme Rechenoperationen und wird mit zunehmender Anzahl der im Umlauf befindlichen Bitcoins immer aufwändiger. Dadurch ist eine unendliche Schöpfung von Bitcoins mathematisch ausgeschlossen.

Die Bitcoin-Idee stellte der australische Computerfachmann Craig Steven Wright 2008 unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto erstmals in einem Fachbeitrag vor. Er traf den Geist der Zeit: Denn neben der technischen Machbarkeit, die Wright darstellte, kam die Unzufriedenheit mit den Banken durch die Finanzkrise hinzu. Damit stieg die Nachfrage nach einem bankenunabhängigen, dezentral organisierten und sich selbst kontrollierenden Zahlungssystem.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Bitcoins basieren auf der so genannten Blockchain-Technologie, einer auf zahlreichen Rechnern verteilten Datenbank. In den einzelnen Datenblöcken werden Transaktionen zusammengefasst, die Käufe und Verkäufe festhalten. Jede dieser Transaktionen wird, anstatt von einer übergeordneten Instanz, von jedem angeschlossenen Computer überprüft. Das macht eine Manipulation faktisch unmöglich. Die Anonymität gegenüber Regierungen oder Banken wird von Anhängern der Kryptowährung (Kryptografie = Wissenschaft der Verschlüsselung) geschätzt. Kritiker bemängeln, dass kriminelle Organisationen das Vehikel nutzen, um unerkannt Kapital zu bewegen.

Aller Kritik zum Trotz erklärte Japan im Frühjahr 2017, Bitcoins als offizielles Zahlungsmittel zuzulassen. Diese Nachricht verlieh der Digitalwährung einen mächtigen Schub.

Investment in die Cyber-Währung

Anleger sollten auf alle Fälle die Chancen gegenüber den Risiken eines Bitcoin-Engagements genau abwägen. Zunehmend agieren professionelle Marktteilnehmer in diesem Feld: Die Chicagoer Terminbörse CBOE hat beispielsweise die ersten Futures aufgelegt und auch die Eurex konkretisiert ihre Planungen. Ausgereift ist der Markt allerdings noch lange nicht und es bleibt spannend zuzusehen, wie sich die Anleger in nächster Zeit mit diesem Thema auseinandersetzen werden.

Disclaimer / Marketingmitteilung:
Alle Angaben dienen nur der Unterstützung Ihrer selbstständigen Anlageentscheidung und stellen keine Empfehlung der BNP Paribas S.A. Niederlassung Österreich dar.
Die dargestellten Produktinformationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. Maßgeblich sind allein die Anlage / Emissionsbedingungen gem. den gesetzlichen Verkaufsunterlagen, die Sie auf der Website der Anlagegesellschaft (z.B. Emittentin, Kapitalanlagegesellschaft, Beteiligungsgesellschaft) einsehen bzw. ausdrucken können oder in Schriftform bei der Anlagegesellschaft erhalten. Bitte lesen Sie den Verkaufsprospekt sorgfältig, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen.