Anlegen im Niedrigzinsumfeld: Raus aus der Zinsfalle!

Vor dem Hintergrund niedriger Zinsen und schmelzender Renditen müssen die Anleger ihr Anlageverhalten, das an möglichst berechenbaren und risikoarmen Investitionen wie Sparbüchern, Festzinskonten oder Staats- bzw. Unternehmensanleihen orientiert war, neu ausrichten. Doch wie?

Eine interessante Anlagestrategie im Niedrigzinsumfeld können Dividendenaktien sein. Das sind Wertpapiere, bei denen die Dividende im Verhältnis zum Aktienkurs über dem Marktniveau liegt. Rückblickend verzeichnen Dividendentitel in guten Börsenzeiten zwar nicht die höchsten Kursgewinne, geben aber dafür in Zeiten sinkender Kurse in der Regel weniger nach als der allgemeine Aktienmarkt.

In Zeiten historischer Niedrigzinsen kommt den Ausschüttungen an die Aktionäre eine zunehmende Bedeutung zu. Nicht überraschend ist, dass sie bereits vielfach als die „neuen Zinsen“ bezeichnet werden. Auf der Suche nach besseren Renditen abseits von Staats- und Unternehmensanleihen wird der Anleger allerdings bereit sein müssen, auch höhere Risiken einzugehen. Bei einer Investition in eine Dividendenaktie oder in einen entsprechenden Fonds (ETF oder Index) besteht immer die Möglichkeit von ausbleibenden Dividendenzahlungen (sie werden jährlich, meist zur Berichtssaison, vom Vorstand festgelegt) oder Kursverlusten. Im statistischen Mittel können Anleger aber über die Dividenden ein regelmäßiges Einkommen auf einem Niveau erzielen, das sonst bei den aktuellen Niedrigzinsen kaum möglich wäre.

Von Rekord zu Rekord
Die Gewinnausschüttungen der Unternehmen in Europa sind auf Rekordkurs. Über 30 Milliarden Euro haben allein die 30 DAX-Unternehmen in diesem Jahr an ihre Eigner, die Aktionäre, ausgeschüttet – so viel wie nie zuvor. Gut ein Drittel der 30 Standardwerte zahlt derzeit Dividenden von mehr als 4 Prozent (Durchschnitt: 2,74 %). Weiters ist zu erwähnen, dass europäische Unternehmen traditionell höhere durchschnittliche Dividenden zahlen als japanische oder US-­amerikanische Emittenten. Aktuell liegt die Dividendenrendite von europäischen Aktien bei ca. 3,3 Prozent (im Verhältnis zum Preis pro Aktie). In den USA und Japan beträgt sie etwa 2 Prozent. Die aktuell positive Entwicklung ist jedoch kein Garant für die Zukunft. Verdienen die Unternehmen weniger, sinken auch die Dividenden oder es werden gar keine gezahlt.

Überraschung am Tag danach
Erfahrene Anleger kennen es bereits, für Börsenneulinge ist der Blick auf den Kurs am ersten (Handels-)Tag nach der Hauptversammlung oftmals eine Überraschung, denn der Aktienkurs wird um den Ausschüttungsbetrag reduziert. Kurse erhalten am so genannten Ex-Dividenden-Tag üblicherweise den Zusatz „ex Dividende“ oder auch „xD“.

Neben dem Investment in Einzelwerte besteht die Möglichkeit, über spezielle Dividendenfonds, auch ETFs, an den Unternehmens-Ausschüttungen teilzuhaben. Der Anleger bekommt die Dividenden der im Fonds enthaltenen Aktien entweder ausgeschüttet oder reinvestiert.

Mehr zu Dividenden-Anlagen auf hellobank.at unter „Märkte & Kurse“ in den Rubriken „Fonds“ und „ETF“.

Quellen: Deutsche Bundesbank, Europäische Zentralbank
Disclaimer / Marketingmitteilung: Alle Angaben dienen nur der Unterstützung Ihrer selbstständigen Anlageentscheidung und stellen keine Empfehlung der Hello bank! dar.

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