Go for Gold: Winterolympiade in Südkorea

Der großartige olympische Song von 1988 in Seoul dürfte dem ein oder anderen noch im Ohr klingen. Auch in diesem Jahr treffen sich die Olympioniken in Südkorea. Pyeongchang ist der Austragungsort der 23. Olympischen Winterspiele. Im Februar treten diesmal 88 Nationen in 102 Wettbewerben in sieben Sportarten und 15 Disziplinen an.

Auch wirtschaftlich betrachtet nicht uninteressant: Schätzungen zufolge sammelt der IOC allein rund 2 Milliarden an Sponsorengeldern ein. Primär werden diese von 13 Top-Sponsoren gestellt. Dass McDonald’s nach über 40 Jahren in diesem Kreis im vergangenen Jahr ausschied, war ein harter Schlag für das Komitee. Doch ein neuer Kandidat wurde schnell gefunden: der US-Halbleiterhersteller Intel. Denn das IOC will mit Hilfe modernster Technik die Spiele näher an die Zuschauer heranbringen. Dabei soll der weltweit wichtigste Halbleiterhersteller helfen. Von den 13 Groß-Sponsoren stammt etwa die Hälfte aus den USA. Das ist nicht weiter überraschend, weil Amerika der größte TV-Markt für Olympia ist und sich die US-Firmen besondere Aufmerksamkeit von ihrem Engagement versprechen. Österreichische Firmen gehören nicht zu den großen Geldgebern.

Dennoch profitieren viele große österreichische Unternehmen von diesem Winter-Mega-Event: vom Schihersteller über die Bekleidungsausrüster bis hin zur global führenden Seilbahntechnik. Von den Schiherstellern Österreichs ist zwar nur mehr ein einziger im Eigentum von Österreichern: Fischer gehört zwei Stiftungen der gleichnamigen Familie. Allerdings produzieren die großen Marken wie Atomic, Head und Blizzard ihre High-End-Linien ebenfalls noch in Österreich und schaffen damit Arbeitsplätze.

Die Wintersportmacht Österreich wird natürlich wieder mit einem Großaufgebot um das olympische Gold ringen. Wir wünschen unseren Top-Athleten Hals- und Beinbruch.