Anhand welcher Kriterien erkenne ich als Kunde nachhaltige Anlageprodukte?

Das große Interesse an nachhaltiger Geldanlage führt dazu, dass immer mehr Finanzprodukte auf den Markt kommen, die mit  einem entsprechen Investmentansatz werben. Doch woran können Privatanleger erkennen, welches Produkt wirklich nachhaltig investiert und bei welchem es sich um Etikettenschwindel bzw. Greenwashing handelt?

Einen ersten Hinweis darauf, ob ein Anlageprodukt nachhaltig sein könnte, gibt häufig der Name. Viele nachhaltig investierende Fonds, ETFs oder Zertifikate haben den Zusatz Sustainable, Sustainabilty oder die Kürzel SRI bzw. ESG im Namen. SRI steht für „Sustainable and Responsible Investment“ während ESG die Abkürzung für die Begriffe „Environment, Social & Governance“ ist.

Informieren, dann investieren

Leider ist nicht in allen Anlageprodukten drin, was drauf steht. Manchmal handelt es sich auch um geschicktes Marketing seitens des Anbieters. Ratings und Nachhaltigkeitszertifizierungen können daher bei der Produktauswahl hilfreich sein. So bietet beispielsweise das Finanzinformations- und Analyseunternehmen Morningstar auf seiner Website (www.morningstar.at) eine Übersicht von Investmentfonds mit einem sogenannten Sustainability Rating an. Des Weiteren können Anleger bei ihrer Entscheidungsfindung sogenannte Nachhaltigkeitssiegel miteinbeziehen. Zwei bekannte Anbieter sind das Forum Nachhaltige Geldanlagen mit dem FNG-Siegel sowie das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie mit dem Österreichischen Umweltzeichen. Finanzprodukte, die mit einem dieser Siegel ausgezeichnet sind, erfüllen eine Auswahl an Nachhaltigkeitskriterien und gewährleisten somit einen gewissen Mindeststandard.

Solch eine Zertifizierung ist allerdings freiwillig. Dies hat zur Folge, dass ein Großteil nachhaltiger Anlageprodukte nicht in den entsprechenden Listen geführt wird. Wer also wissen will, welche Strategie der Anbieter des Anlageprodukts anwendet und in welche Basiswerte letztendlich investiert wird, muss sich zu einem gewissen Grad selbst informieren.

Wichtig ist hierbei, dass sich Anleger darüber im Klaren sind, welchen Ansatz der Anbieter verfolgt. Folgende drei Methoden sind aktuell am geläufigsten: der Best-in-Class-Ansatz sowie der White- und Black-List-Ansatz.

Beim Best-in-Class-Ansatz kann in alle Branchen investiert werden, allerdings werden nur die Unternehmen ausgewählt, die in ihrem Bereich als vergleichsweise nachhaltig gelten. Bei diesem Ansatz können also auch Unternehmen im Anlageprodukt enthalten sein, die allgemein als nicht nachhaltig gelten, wie z.B. Öl- und Gaskonzerne. Anders ist die Vorgehensweise beim White- und Black-List-Ansatz. Hier werden vorab bestimmte Sektoren wie z.B. regenerative Energien und ökologische Nahrungsmittel sowie Auswahlkriterien wie z.B. humane Arbeitsbedingungen definiert. Auf der anderen Seite werden umstrittene Themen wie Kohleindustrie, Tierversuche oder Waffen ausgeschlossen. Der Vorteil dieser Vorgehensweise ist, dass ausschließlich nur in nachhaltige Unternehmen investiert wird, allerdings wird dadurch auch das Anlageuniversum eingeschränkt.

Zugegeben, es ist nicht unbedingt einfach, ein nachhaltiges Anlageprodukt zu finden, das die persönlichen Kriterien erfüllt. In Kooperation mit namhaften Invetmentgesellschaften, bietet Ihnen die Hello Bank! eine Vielzahl von interessanten Anlageprodukten zu attraktiven Kondition an. Schauen Sie doch einfach mal auf unserer Website oder in einer Filiale in Ihrer Nähe vorbei.